24 Türchen bis Weihnachten – Türchen 15 – Dresdner Christstollen

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Dieses Jahr bekomme ich die Gelegenheit Tei eines Bundes-Blogger-Adventskalender zu sein. Die Idee ist ein typisches Rezept aus dem jeweiligen Bundesland. Die tolle Idee hatte die liebe Steffi von sweetbakingstories. Sie veröffentlicht an jeden Tag einen Beitrag auf Ihrem Blog. Gestern hatte die liebe Katharina von cupcakes und Co. das Türchen 14.

Als ich die Wahl hatte zu einem Bundesland fiel die Wahl schnell auf Sachsen, denn Christstollen liebe ich und zu meinem Erstaunen gibt es viele die Christstollen nicht lieben :-). Da der ja bekanntlich gut durchziehen muss, stand ich schon Ende November in der Küche zum Backen. Aber dieses Jahr war ich sowieso früh dran mit der Weihnachsbäckerei. Irgendwie sind schon fast alle Plätzchen aufgegessen, das sagt mir auch meine Waage :-(!!

Morgen darf die liebe Gülsah von Sommermadame das 16. Türchen vorstellen.

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Egal hier nun ein paar facts zum Stollen:

  • Eröffnet wird der Dresdner Striezelmarkt mit dem Anschnitt eines Stollens, der öffentlich verkostet wird. 2016 Millimeter lang ist er, zu Ehren des Jahres, das jetzt zu Ende geht (Quelle: bild)
  • Ich hab mir sagen lassen früher wurden aus Kostengründen schon auch mal Zitronat und Orangeat durch grüne Tomaten ersetzt (keiner hätt`s gemerkt!)
  • Der Christstollen gehört zu den sogenannten „Gebildebroten“, wie es in der Sprache der Bäcker heißt. Damit sind Gebäcke gemeint, die beispielsweise Figuren oder zumindest eine bestimmte Form darstellen. Was viele nicht wissen: Mit seinem weißen Puderzucker-Teppich symbolisiert der Christstollen bereits seit vielen Jahrhunderten das in weiße Tücher eingewickelte Christkind. Wann genau der erste Christstollen gebacken wurde und woher das Originalrezept kommt, lässt sich heute leider nicht genau nachvollziehen (Quelle:T-Online)
  • Die Fachwelt ist sich allerdings einig, dass der Vorläufer des heutigen Adventsstollens um 1300 herum in Sachsen entstand. Seine erste urkundliche Erwähnung findet der kalorienreiche Kuchen 1329 in Naumburg an der Saale. Aus einem alten Schriftstück geht hervor, dass die Bäcker von Naumburg ihrem Bischof Heinrich „zween lange Weizenstollen“ gebacken hatten. (Quelle:T-Online)

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Und nun zum Rezept:

Zutaten:

300 g Rosinen

3 EL brauner Zucker

540 g Weizenmehl

90 g Zucker

85 g Butterschmalz

250 g Butter

je 50 g Zitronat und Orangeat

120 g gemahlene Mandeln (auch Mandelblättchchen eignen sich sehr gut)

30 g Marzipanrohmasse

1 gestr. TL Salz

abgeriebene Schale 1 unbehandelten Zitrone

1/4 TL Stollen- oder Lebkuchengewürz

140 ml  Vollmilch

2 Würfel frische Hefe

AUSSERDEM:

100 g ausgelassene Butter oder Butterschmalz

75 g Zucker

100 g Puderzucker

  1.  Zutaten vorbereiten: Einen Tag vorher die Rosinen in eine Schüssel geben, mit Rum mischen und darin einweichen lassen. Restliche Teigzutaten außer Milch und Hefe abwiegen und bei Zimmertemperatur stehen lassen.
  2.  Vorteig ansetzen: Am nächsten Tag die Hälfte der Milch ganz leicht erwärmen, in eine große Schüssel geben. Hefe mit einer Gabel glatt rühren. 1 Prise Salz und Zucker zugeben. Alles gut verrühren. 3 EL Mehl locker darüberstäuben. Abgedeckt bei Zimmertemperatur ca. 20-30 Minuten gehen lassen.
  3. Teig verkneten: Restliches Mehl, Gewürze, Zucker, restliche Milch, weiches Butterschmalz, weiche Butter, Mandeln und Marzipan zum Vorteig geben und mit dem Knethaken des Handrührgerätes verkneten und mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Vier Stunden sind optimal (NICHT zu warm stellen, sonst läuft die viele Butter davon). Teig in der Schüssel etwas flach drücken. Zitronat und Orangeat und sehr gut abgetropfte Rosinen in die Mitte geben. Seiten überschlagen, alles mit den Händen vorsichtig unterkneten.
  4. Teig verkneten: Teig auf eine bemehlte Unterlage geben und leicht zusammenstoßen (kneten). Mit einem Wellholz etwa 25 x 30 cm flach rollen, Höhe ca. 2 cm. Daraus den ovalen Laib formen: 1/3 des Teiges von der Längsseite her umklappen, die anderen 2/3 aufrollen und gegen das umgeklappte Drittel drücken. Mit bemehlten Händen noch etwas nachformen und andrücken.
  5. Stollen zum Backen vorbereiten: Die mit der Hand- bzw. Handkante nachgeformten Stollen, diagonal auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Ca. 1 Stunde abgedeckt gehen lassen und in der Zwischenzeit den Backofen vorheizen. Anschließend das Blech in die zweite Schiene von unten schieben und den Stollen bei 165 Grad Umluft ca. 45-50 Minuten backen. Ober/Unterhitze entsprechend höher, die Backzeit kann sich auf 60 Minuten verlängern.
  6. Mit Butterschmalz bepinseln: Stollen auf dem Backblech noch heiß mehrmals mit erhitzter, flüssiger Butter oder ausgelassenem Butterschmalz bepinseln. Zuerst mit Zucker bestreuen und dann 2/3 des Puderzuckers darüber sieben. Abkühlen lassen. MIt restlichen Puderzucker bestäuben.
  7. Abgekühlten Stollen vorsichtig in Alufolie wickeln oder in einer verschließbare Dose legen und 14 Tage kühlstellen, bevor er angeschnitten wird, ggf. vor dem Servieren nochmals leicht mit Puderzucker bestäuben.

Durch die erhöhte Buttermenge läuft der Stollen gerne breit, das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch. Nicht vor 14 Tagen Lagerzeit anschneiden, er ist sonst noch zu frisch und bricht leicht.

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2 Gedanken zu “24 Türchen bis Weihnachten – Türchen 15 – Dresdner Christstollen

  1. […] In raschen Schritten geht es nun auf Weihnachten zu. Davor schauen wir aber noch in Sachsen bei der lieben Verena von Verena’s blog vorbei um Türchen 15 zu öffnen. Für uns hat sie einen echten Klassiker der Region vorbereitet auf welchen keiner an Weihnachten verzichten mag. Es gibt Dresdner Christsollen und hier gehts zum Rezept <<Klick zum Rezept>> […]

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